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Der aktuelle Stand ist hier:
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Das strukturierte Überdenken findet nach Veröffentlichung der Anthologie in der viel späteren Dissertation statt.
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Und z.Zt.? - Warum studiere ich aktuell auch Religionswissenschaft?
Zum SS 2005 wurde ich als Promotionsstudent der Juristischen Fakultät der Leibnitz Universität Hannover immatrikuliert. Statt bei meinem Doktorvater, Prof. Dr. Bernd Opperman LLM., ein übliches juristisches Doktorthema nachzufragen, wie z.B. die von ihm betreuten Doktorarbeiten:
- J.-D. Harmjanz, Auflagen und Bedingungen, Eine vergleichende Darstellung des EG-Fusionskontrollrechts und des U.S.- amerikanischen Antitrustrechts zu den consent decrees, Baden-Baden 1999; oder
- P. Fiedler, Konzernhaftung beim eingetragenen Verein, Baden-Baden 1998;
wurde das Thema festgelegt auf:
„Die Astrologische Beratung – eine Herausforderung für die Rechtstheorie“.
Abgesehen von ihrem provokanten Touch für künftige Leser (schließlich gehört die Astrologie in die Schmuddelecke der Zivilisation) war die Arbeit auch als Herausforderung für mich selbst gedacht. Als ehemaliger Justitiar des Nds. Wirtschaftsministeriums war das Schreiben von umfänglichen juristischen Gutachten eine zu geringe Herausforderung.
Da ich im Zweitberuf praktizierender beratender Astrologe bin (sic!), und die Verknüpfung beider Berufsfelder den geeigneten Grad von intellektueller Drachensaat sowohl für Astrologen wie Juristen zu versprechen schien, war das geeignete Projekt gefunden.
Damit ist aber noch nicht gesagt, wieso ich deshalb Religionswissenschaft studiere. Der Grund hierfür muß wohl im ersten Teil des Dissertationsthemas liegen, weil Religionswissenschaft und Rechtstheorie zu wenig Gemeinsamkeiten selbst unter wissenschaftstheoretischen Gesichtspuntken aufweisen. Auch das Wort „Beratung“ dürfte trotz seiner Nähe zu Seelsorge nicht wirklich der Grund sein. Bleibt das „Astrologische“. Eine solche Doktorarbeit muß notwendigerweise den Gegenstand, den sie rechtstheoretisch erfassen will, ontologisch einordnen. Die Meinungen zur Astrologie sind bekanntlich vielfältig. Von „Scharlatanerie“ bis „wahre Wissenschaft“, „Königin der Wissenschaften“ reicht das Spektrum und auch das Wort „Glaube“, „Religion“ und „wahres Wissen“ sind im Angebot.
Wenn Prof. Paul Feyerabend als Professor für Wissenschaftstheorie an der ETH Zürich in den 80iger Jahren ein wissenschaftliches Symposion über Grenzgebiete der Wissenschaften veranstaltet und ein größerer Teil davon der Astrologie gewidmet ist, ist jedenfalls die erkenntnistheoretische Dimension wahrnehmbar.
Für einen ehemaligen Volljuristen war damit natürlich ein auf den ersten Blick etwas überdimensioniertes Arbeitsprogramm vorkonzipiert. Und neben dem Spektrum der Philosophie, Wissenschaftstheorie und Soziologie und natürlich der Rechtswissenschaft stand die Religionswissenschaft auf der Agenda. Denn wenn behauptet wird, Astrologie sei „Religion“ oder „Glaube“, war Religionswissenschaft die einzige Disziplin, um diesem Teilaspekt meiner Arbeit nachzugehen. Es wird spannend sein, die Fragen nach Erkennen, Erkenntnis, Erkenntnistheorie, Wissen, Wissenschaft, Wissenschaftstheorie, Glauben und Sein zu beantworten. Kant, Platon und Aristoteles, Antes wie Hoyunigen-Huene, Norbert Elias und Hans-Peter Dürr, aber vor allem Feyerabend und Kuhn stecken das Feld ab, das der Bearbeitung harrt. Leider hat es eher Fußballfeldgröße als Vorgartenperspektive. Ich bekomme eine Vorahnung davon, was wissenschaftliches Arbeiten bedeuten möchte und bin gespannt, ob ich als Regisseur auch an der richtigen Stelle „Cut“ sagen kann. Daß ich in Prof, Antes als evtl. Zweitgutachter und Dr. Gustav Adolf Schöner vom rel.wiss. Seminar als Habilitand in Sachen Astrologie so vorzügliche religionswissenschaftliche Gesprächspartner finden würde, war allerdings ein Bonus in Hannover.
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